Unterwegs sein - vom Regen & vom Sonnenschein

Nach einem Monat auf Reisen ist es Zeit, Zwischenbilanz zu ziehen! Leben wir nun unseren Traum? Sind wir im Paradies? Scheint jeden Tag die Sonne? Und ist das unterwegs sein so, wie wir es uns vorgestellt haben? Hier kommen unsere Eindrücke...

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Unterwegs sein ist für uns normal

Jeder, der uns kennt weiß, dass unterwegs sein einen riesengroßen Teil unseres Lebens einnimmt. Wir sind beide schon sehr viel und auch teils monatelang gereist und haben unsere Abenteuer immer total genossen - und denken unglaublich gerne an unsere Erlebnisse auf der ganzen Welt zurück.

 

Auch mit Kindern haben wir uns schon oft auf Erkundungstour gemacht, hauptsächlich mit Zelt und Campervan. Und damit haben wir im Großen und Ganzen ebenfalls sehr gute Erfahrungen gesammelt, die du in diesen beiden Artikeln nachlesen kannst:

Warum Reisen mit Kindern einfach ist

Wir lieben Reisen mit Kindern - meistens!

Unterwegs sein - Ups & Downs

Trotzdem - und dessen sind und waren wir uns auch immer bewusst - besteht unterwegs sein nicht nur aus glücklichen Momenten, in denen man entspannt am Strand liegt, in idyllischen Unterkünften wohnt, beeindruckende Dinge erlebt und alles total glatt läuft. Vor allem, wenn man so wie wir wenig plant und mit kleinem Budget und Kindern unterwegs ist.

 

Wir posten auf Facebook immer wieder schöne Fotos von unserem Leben auf Reisen und es geht uns auch richtig gut - an vielen Tagen und Orten haben wir wirklich das Gefühl, im Paradies zu sein und genießen jeden Augenblick.

 

Aber wir wollen auf keinen Fall den Eindruck erwecken, dass das ständig so ist. Denn länger unterwegs sein kann auch ein knochenharter Job sein. Ein Job, bei dem man immer wieder an seine Grenzen stößt, bei dem man sich oft aufraffen und motivieren muss, sich immer wieder neu orientieren und mit vielen Rückschlägen und Enttäuschungen umgehen muss.

 

Ein Job, der so anstrengend sein kann, dass man sich hin und wieder fragt, warum man sich das alles antut. Aber trotzdem am Ende (zumindest für uns) eigentlich immer lohnenswert ist - denn nach dem Regen kommt bekanntlich auch immer wieder Sonnenschein!

Bisherige Regen-Momente beim unterwegs sein

Hier einige Beispiele, wie es uns auf früheren Reisen ergangen ist:

 

# Ich habe mich vor über 10 Jahren auf eine Weltreise mit zwei Freundinnen begeben, aber irgendwie hat das zu dritt auf Dauer nicht so gut geklappt und letztendlich bin ich alleine weitergezogen - zuerst ein Monat in China, dann in Australien und Neuseeland. Anfangs eine schwierige Situation, aber rückblickend war diese Zeit sogar die Spannendste der ganzen Reise - weil ich mich aus meiner Komfortzone bewegen musste, hat das zu vielen schönen Begegnungen und Erlebnissen geführt. Und mit meinen zwei Freundinnen hat nach der Reise zum Glück auch wieder alles bestens geklappt!

 

# Bert war im Jahr 2000 vier Monate lang in Australien und Neuseeland unterwegs. Zu Weihnachten hat er seine Eltern angerufen, und die gesamte Familie hat am Telefon geheult. Er hat sich dann so einsam und am falschen Platz gefühlt, dass er am liebsten seinen Rucksack gepackt hätte und heimgeflogen wäre. Zum Glück hat diese Stimmung nicht lange angehalten!

 

# Vor einigen Jahren waren wir mit dem Motorrad in Rumänien unterwegs, ausgerüstet mit Camping-Equipment und einer Karte, auf der alle Campingplätze eingezeichnet waren. Nur leider mussten wir bald feststellen, dass sehr viele der Plätze auf der Karte gar nicht existierten. So sind wir oft stundenlang von einem Platz zum anderen gefahren und waren teils schon am Rande der Verzweiflung, weil uns der Hintern so weh tat und wir immer noch keine Übernachtungsmöglichkeit gefunden hatten. Manchmal sind wir dann gezwungenermaßen in viel zu teuren Hotels abgestiegen oder haben Einheimische angebettelt, ob wir in ihren Gärten zelten könnten. Das war ganz schön anstrengend... aber auch einer unserer coolsten Trips.

 

# Auf unserer ersten Reise mit Niklas auf die Channel Islands, die wirklich ein Traum war, machten wir am Rückweg einen Zwischenstopp in Paris. Es war extrem heiß und den ganzen Tag waren wir in der Stadt unterwegs. Die Hitze dürfte dem kleinen Mann dann doch etwas zu viel geworden sein, denn in der Nacht fing er plötzlich wie am Spieß zu schreien an, und das mitten auf einem rammelvollen Campingplatz. Wir sind mit ihm durch die Gegend gerannt und haben einen Ort gesucht, an dem er nicht alle Leute aufwecken würde und haben gleichzeitig versucht, ihn zu beruhigen, was aber eine gefühlte Ewigkeit gedauert hat. Stress pur, und das mitten in der Nacht...

 

Tja, unterwegs sein ist nicht immer einfach! Von diesen Geschichten gibt es noch viele weitere, aber jetzt möchte ich euch noch erzählen, wie es uns in den letzten Wochen in Thailand und Malaysia neben all den schönen Erfahrungen ergangen ist!

Unterwegs sein: Erst kommt der Regen...

# Wir haben unser erstes Paradies, Koh Phangan (hier geht's zum Video), viel zu früh verlassen, weil wir Freunde nach Krabi (auf die andere Seite des Landes) begleitet haben. Obwohl wir dort auch schöne Momente erlebt haben, war es nicht wirklich das, was wir (vor allem aber ich) zu Beginn unserer Reise gesucht und gebraucht haben - und hat uns daher ziemlich aus dem Konzept geworfen... Es hat einige Zeit gedauert, bis wir wieder back on track waren und hat uns auf jeden Fall gelehrt, dass wir unbedingt mehr unserem Herzen und unserem eigenen Weg folgen müssen.

 

# Wir haben festgestellt, dass wir es total vermissen, wenn wir nicht mobil sind. Auf den thailändischen und malaysischen Inseln gibt es wenige - und wenn dann nur sehr teure - öffentliche Verkehrsmittel. Normalerweise mietet man sich für 5 Euro / Tag ein Moped, aber nachdem ich ein bisschen ein Angsthase bin, habe ich mich das selbst Fahren - vor allem mit Kind - nicht getraut (die Straßen und der Fahrstil hier sind halt auch nicht das Gelbe vom Ei). So konnten wir uns nicht wirklich weit fortbewegen - und auf Dauer hat uns das gelangweilt. Momentan haben wir ein Mietauto, und das fühlt sich schon viel besser an. Mal sehen, wie es danach weitergeht! Auf alle Fälle freuen wir uns auch schon wieder aufs unterwegs sein in unserem geliebten Campingbus!

 

# Ach, diese Hitze! Wenn man einen Pool und das Meer vor der Haustüre hat, dann ist das kein Problem, aber sonst kann das schon anstrengend werden. Und besonders in Malaysia, wo ich aus Respekt vor der Religion (Islam) in bestimmten Gegenden mit langen Hosen und T-Shirts anstatt mit Tops und kurzen Hosen herumlaufe. Die Kinder scheint die Hitze (zum Glück) weniger zu stören als uns.

 

# Mit dem Abkühlen im Meer ist das auch so eine Sache, leider ist momentan nämlich Quallen-Saison (das haben wir nicht gewusst...). In Thailand sind wir keiner Qualle begegnet, nur hat mir der (oft tödliche) Box Jellyfish Angst gemacht (denn gerade in der Woche, in der wir angekommen sind, wurden angeblich ein paar Exemplare rund um Thailand gesichtet). Da geht man dann nicht ganz so entspannt baden, auch wenn wir an Stränden waren, die nicht gefährdet waren... Hier in Malaysia treiben sich eher harmlose Quallen herum, dafür richtig viele. Niklas ist einmal kurz ins Wasser gegangen und schon hat ihn eine erwischt - das Drama war komplett, mit viel Geschrei und Krankenhausbesuch. Zum Glück war alles halb so wild, aber an Badeurlaub hier ist erstmal nicht zu denken (dazu kommt noch, dass alle Malaysier/innen aufgrund ihrer Religion voll bekleidet ins Wasser gehen, also nix mit Bikini und so... außer wahrscheinlich auf den Inseln, aber dazu gleich mehr...).

 

# Uns ist ein riesiger Faux-Pas passiert! Wir haben die malayischen Ferienzeiten nicht abgecheckt und so hat pünktlich mit unserer Ankunft in Malaysia eine ganze Urlaubswoche mit drei Feiertagen begonnen. Alles läuft in Hochsaisons-Modus, inklusive passender Preise und ausgebuchter Unterkünfte. Mit unserem Budget haben wir in der letzten Woche fast nur drittklassige Unterkünfte in zweitklassigen Orten bekommen, die selbst unter unserem Niveau sind (und wir sind schon einiges gewohnt). Die Kinder stört es aber nicht, und das ist zumindest schon mal etwas!

 

# Auf der Flucht vor den malaysischen Urlaubern sind wir an der untouristischen Ostküste gelandet... und hier ist es wirklich untouristisch (abgesehen von den paradiesischen Inseln, die aber alle ausgebucht sind). Das heißt es ist oft echt schwer, in den Restaurants etwas anderes als Nasi Goreng (gebratener Reis) zu bekommen, und die Sehenswürdigkeiten halten sich auch in Grenzen (eh klar, sonst wäre es hier ja auch touristischer). Eigentlich mögen wir das ja, aber mittlerweile freuen wir uns auch schon wieder auf ein bisschen westlich angepasstes Essen und was Schönes zu sehen!

 

# Moskitos - ach wie ich diese Tierchen hasse. Vor allem, weil sie böse Krankheiten wie Malaria, Dengue Fieber und andere in sich tragen. Und die Stiche schrecklich jucken. Zum Glück werden die Kinder mehr verschont als wird und ansonsten lautet die Devise: Einsprühen!!! Gegen die Stiche hilft übrigens Lavendelöl, vielen Dank an dieser Stelle an Helga & Sonja für diesen super Tipp, unser erstes Fläschchen ist schon leer!!!

 

# Reisen mit kleinem Budget kann anstrengend sein und auch wenn alles hier sehr günstig ist, drehen wir unsere Baht und Ringgit oft zweimal um, immerhin sollte unser Geld noch lange reichen.  Manchmal wünschen wir uns, einfach mal in ein luxuriöses Hotel einchecken zu können und uns von vorne bis hinten bedienen zu lassen - natürlich inklusive Kinderclub und Cocktails am Pool. Leider geht sich das nicht aus, aber wir genießen unsere Zeit trotzdem sehr, und wissen, dass man einfach nicht alles im Leben haben kann!

 

# A propos Kinderclub, Niklas und Hanna streiten leider sehr viel, und spinnen auch sehr gerne mal herum. Und lassen sich keineswegs davon beeindrucken, ob wir gerade an der Grenze bei der Passkontrolle sind oder in einen Bus einsteigen sollten. Wenn die Kids nicht wollen, geht gar nix ;-) Nicht dass das was Neues wäre oder mit dem Reisen zusammenhängt, das haben wir zuhause genauso. Ich Naivling habe aber gehofft, dass die Kinder beim unterwegs sein mehr zusammenhalten und vernünftiger sind, aber leider ist dem nicht so. Aber wem erzähle ich das, ich bin mir sicher, dass viele Mamas ein Lied davon singen können!

 

# Auf unserem Blog geht weitaus weniger weiter, als ich das gerne hätte - und ich bitte dafür um Verständnis... Reisen, Kinder, Blog und Entspannung - gepaart mit teils schlechter Internetverbindung - vertragen sich leider nicht immer so gut, und die Zeit verfliegt so schnell! Mir macht das Schreiben total viel Spaß und ich habe so viele Ideen im Kopf, die ich gerne in meinem Laptop tippen würde, aber oft fehlt mir die Zeit oder die Muse. Ich hoffe, trotzdem einen Einblick in unsere Reise geben zu können - vor allem auf Facebook und auch ein bisschen auf YouTube und Instagram. Und spätestens im Dezember, wenn wir ein paar Wochen lang auf Heimaturlaub sind, wird alles nachgeliefert! Bis dahin genießen und chillen wir einfach mal so gut es geht!

 

Das hört sich ja alles schrecklich an, oder? Zum Glück gibt's bei unterwegs sein aber auch viele schöne Momente!

... dann folgt der Sonnenschein!

Fragst du dich jetzt, warum wir uns das alles eigentlich antun? Manchmal fragen wir uns das auch, aber das hält nie lange an, denn die Vorteile überwiegen trotzdem bei weitem. Für uns gibt es beim unterwegs sein immer noch so viele schöne und lohnenswerte Momente, und ein bisschen Mühe und Anstrengung dafür zahlt sich eigentlich immer aus. Vor allem weil wir wissen, dass es nach harten Zeiten immer wieder bergauf geht!

 

Wir haben auf dieser Reise schon so viele unvergessliche Sachen erlebt - unsere wunderschöne Zeit auf Koh Phangan, die beeindruckenden Strände rund um Krabi, unser idyllisches Plätzchen und die göttlichen Massagen auf Koh Samui, das so vielfältige und kulinarisch einzigartige Penang, das gute Essen, die freundlichen Menschen, all diese Eindrücke werden für immer Teil unseres Lebens sein...

 

Die Kinder sind glücklich, haben schwimmen und tauchen gelernt, sehen Affen, Schildkröten und Elefanten und freuen sich, wenn sie zum Frühstück Banana Pancakes oder Eier mit Toast bekommen und dann natürlich ihr obligatorisches Eis. Im Moment sind sie gerade mit Papa am Strand Drachenfliegen. Sie machen überall so toll mit, ohne zu jammern: Stundenlange Autofahrten (OK, IPad und Spiele am Handy helfen da natürlich auch), Schlafen in fremden Betten und viel zu warmen Bungalows, Rucksäcke schleppen, sich in Busse zwängen, Warten, auf dreckige Toiletten gehen, von Einheimischen betatscht und fotografiert werden... Trotzdem sind sie richtig happy und zufrieden und das ist uns natürlich sehr wichtig.

 

Nach den letzten anstrengenden Tagen in Malaysia haben wir nun auch wieder einen echt coolen Platz gefunden, an dem wir noch ein paar Tage bleiben werden (denn non-stop unterwegs sein ist auf Dauer sehr anstrengend!). Es ist ein kleiner Ort namens "Cherating", der während der Monsun-Zeit (ab November) ein Top Surfing Spot in Malaysia ist. Dementsprechend laid-back ist auch die Atmosphäre hier, gemütliche Restaurants, lässige Bars, nette Unterkünfte und gute Musik - fehlen nur noch die hohen Wellen und feschen Surfer-Boys!

 

Der Strand ist irgendwie auch cool, wir gehen zwar nur mit den Füßen ins Wasser, aber bei Ebbe bilden sich kleine Sand-Inselchen, auf denen man spazieren kann, die Kinder spielen im Sandwir essen mal wieder Pommes & Burger und wohnen in einer unserer viel gelieben Holzhütten mit Veranda in einem schönen Garten. Die Leute hier sind total freundlich und offen und ich bin endlich wieder dabei, einen Artikel zu schreiben. Außerdem ist dieses Wochenende "Malaysia Day" und heute gibt es am Strand Hupfburg, Riesenseifenblasen, Essensstände, Musik und ganz viele Einheimische in Urlaubsstimmung.

 

Wir alle genießen es, wieder länger an einem Ort zu sein und in unser Leben kommt Ruhe. In ein paar Tagen haben wir dann die Ferienwoche "überstanden" und starten zu den touristischen Highlights, dem Taman Negara Nationalpark und danach in die Cameron Highlands.

 

Und wir sind schon so gespannt, was uns in den nächsten Wochen erwarten wird! Tägliche Updates gibt es wie immer auf Facebook!!!

Hat dir dieser Artikel gefallen? Dann teile ihn! Und erzähl uns doch mal, ob du beim Reisen auch schon mal schwierige Zeiten erlebt hast!

Danke fürs Lesen und liebe Grüße von Bert, Martina, Niklas & Hanna <3

Auf die Plätze, fertig... PINNEN!!!

Unterwegs ist nicht immer alles nur wunderbar! Wir schreiben am Blog über unsere Ups und Downs!

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Kommentare: 4
  • #1

    verena (Samstag, 17 September 2016 15:24)

    Sehr interessant euer Artikel :-)

  • #2

    Karin (Sonntag, 18 September 2016 14:58)

    Schön, wieder mal von euch zu hören! Ich freue mich immer, von euren Erfahrungen zu lesen - um einen Eindruck zu bekommen, ob das auch was für uns wäre... mal sehen...
    Gegen Mückenstiche habe ich auch einen guten Tipp: kennt ihr biteAway? Durch die Wärme werden die Eiweißverbindungen zerstört - und der Stich hört fast sofort zu jucken auf. Und breitet sich nicht weiter aus. Geht auch für Kinder. Unbedingt empfehlenswert! Alternativ: einen Löffel in der Sonne (oder Wasser) heiß machen und 10 sek auf die Stichstelle halten.
    Lg aus Tirol!

  • #3

    Franzl On Tour (Sonntag, 18 September 2016 15:12)

    Hallo Karin! Und, was denkst du, wäre das was für euch? Und wohin würdet ihr gerne reisen? Danke für die Tipps, ich kenne beides noch nicht, aber das ist auf jeden Fall eine super Idee mit der Wärme. Wo kriegt man denn das biteAway? Apotheke? Und das mit dem Löffel muss ich auch mal probieren! Vielen Dank und liebe Grüße aus Malaysia, Martina

  • #4

    Franzl On Tour (Sonntag, 18 September 2016 15:12)

    Danke Verena, das freut uns zu hören!!! LG Martina