Südafrika, Lesotho & Namibia (2017)

Vier Monate südliches Afrika mit Kindern und kleinem Budget - funktioniert das?

Ja, auf jeden Fall - wenn es auch ein bisschen abenteuerlich sein darf!

Die Fakten

Zeitpunkt: Jänner-Mai 2017

Dauer: 4 Monate

Team: Bert, Martina, Niklas (4), Hanna (3)

Verkehrsmittel: Mietauto (Toyota Corolla)

Unterkünfte: hauptsächlich Camping (Quechua Arpenaz 4.1 Familienzelt)

Verpflegung: Campingküche, hin und wieder (Fastfood)-Restaurants oder Supermarkt-Theken

Kosten: Südafrika und Lesotho sind ein klein wenig günstiger als Österreich - Namibia in etwa auf unserem Niveau. Wir haben pro Monat (ohne Flüge) 2000-2500 Euro ausgegeben und waren viel, aber sparsam unterwegs. 

Kindertauglichkeit: Südafrika ist sehr familienfreundlich, vor allem die Gegend rund um Kapstadt und die Gardenroute. Lesotho und Namibia sind etwas schwieriger zu bereisen, es gibt nicht viel klassische Infrastruktur für Kinder und vor allem in Namibia ist es im afrikanischen Sommer sehr heiß. Trotzdem - alles ist auch mit mit Kindern gut machbar! 

Abenteuer-Faktor: 9/10 - Für uns war der Abenteuerfaktor aufgrund unseres geringen Budgets und unserer Art des Reisens besonders in Namibia sehr hoch (mit Geländewagen & Dachzelt oder in Lodges wäre die Reise natürlich um einiges weniger abenteuerlich/anstrengend gewesen)!

Fazit: Unser 4-monatiges Afrika-Abenteuer hat unsere Herzen sehr berührt und wir können eine Reise nach Südafrika, Lesotho und/oder Namibia nur jedem weiterempfehlen!

Das Abenteuer

Insgesamt 3 Monate lang waren wir in Südafrika unterwegs, 1 Woche in Lesotho und 4 Wochen in Namibia. Südafrika ist ein eher westlich geprägtes Land, das landschaftlich unglaublich vielfältig ist, in dem aber immer noch die Folgen der Apartheid zu spüren sind. Lesotho ist ein wunderschönes kleines Königreich inmitten von Südafrika, das sehr gebirgig ist und zu den ärmsten Ländern der Welt zählt. Namibia ist “the place to be“ für Reisende, die trockene, karge und einsame Landschaften und Tierbegegnungen lieben und in deutsche Geschichte eintauchen möchten. 

 

Über 40x haben wir unser Zelt auf- und abgebaut, haben 20.000 Kilometer mit dem Auto zurückgelegt, sind kreuz und quer durch alle drei Länder gefahren und haben die meisten bekannten Touristenattraktionen und auch viele andere Plätze besucht. 

 

Wir hatten absolut keinen Plan, haben nichts vorgebucht und von Tag zu Tag einschieden, wie es weitergehen soll. Insgesamt sind wir relativ schnell gereist, und zwar aus verschiedenen Gründen. In Südafrika, weil wir einfach so viel als möglich sehen wollten. In Lesotho, weil es während unseres Aufenthalts leider oft kühl und regnerisch war. Und in Namibia, weil es so unglaublich heiß war, dass wir tagsüber am liebsten ins klimatisierte Auto geflüchtet und weitergefahren sind, als Wanderungen bei 44 Grad zu unternehmen.

 

Wir haben Self-Drive-Safaris in sechs verschiedenen Parks gemacht und dort zahlreiche atemberaubende Tierbegegnungen gehabt (aber leider nur einen einzigen schlafenden Löwen gesehen). Wir waren in spannenden Städten, haben viel über die bewegte Geschichte der einzelnen Länder gelernt und uns als reiche Weiße nicht immer gut gefühlt. Wir haben Sanddünen erklommen und sind im Meer den Wellen davongesprungen. Wir haben Freundschaften fürs Leben geschlossen, unsere Familienzeit genossen und sind auch manchmal an unsere Grenzen gestoßen. Am Ende der Reise waren wir ein bisschen reisemüde - aber jeder einzelne Tag dieses unglaublichen Abenteuers hat sich voll und ganz gelohnt. 

 

# Fortbewegung

Über den ÖAMTC (ADAC) haben wir ein einfaches Mietauto für die gesamte Reise gebucht (Kosten: 15 Euro pro Tag). Das war für Südafrika eigentlich völlig ausreichend - selbst die wenigen Schotterstraßen zu besonderen Orten konnten wir mit etwas Geschick und guten Nerven meistern. In Lesotho waren die Straßen vor allem im nördlichen Teil in gutem Zustand und wir konnten fast alle spannenden Plätze besuchen. Für den Südosten und den berühmten Sanipass hätten wir allerdings einen Geländewagen gebraucht! Die Straßen Namibias waren dagegen eine Challenge für uns. Die asphaltierten Hauptverkehrsverbindungen führen nicht unbedingt zu den interessantesten Orten, und so haben wir uns über viele hundert Kilometer Schotterstraße gequält. Die sind in Namibia teilweise nicht mal so schlecht - aber wer nicht auf Nervenkitzel steht, sollte sich lieber einen Geländewagen besorgen! Unser Auto hat uns übrigens nie im Stich gelassen (nur einmal hatten wir einen Nagel im Reifen) und bei der Rückgabe wurde zum Glück nichts beanstandet! 

 

# Unterkünfte

Wir haben vorwiegend in unserem kleinen Familienzelt gecampt, dafür haben wir im Schnitt 15 Euro pro Nacht bezahlt. Camping ist in Südafrika auch bei Einheimischen sehr beliebt und es gibt viele schöne Campingplätze. Zelten sollte man am besten nur in den südafrikanischen Sommermonaten, denn sonst wird es in der Nacht ganz schön kühl. Fast alle Campingplätze sind eingezäunt und überwacht! In Lesotho durften wir unser Zelt bei verschiedenen Lodges aufschlagen, aufgrund der Höhe (kein Punkt des Landes liegt unter 1000 Meter) kann es aber vor allem bei schlechtem Wetter etwas kühl werden. Es gibt auch immer wieder Gewitter! In Namibia haben wir wunderschöne Campingmöglichkeiten vor allem bei Farmen, Lodges und in Nationalparks gefunden, diese sind ca. 1/3 teurer als in Südafrika. Oft sind die Böden sehr hart oder sandig und mit Dornen übersät, was das Zelt aufstellen zur Herausforderung macht. Die beste Lösung ist definitiv ein Geländewagen mit Dachzelt (leider aber auch nicht billig). 

Wir haben beim Campen immer auf Schlangen und Skorpione geachtet - aber nur einmal eine Schlange gesehen, und zwar auf der Toilette! Vor größeren wilden Tieren braucht man sich in diesen Ländern nicht zu fürchten, die findet man nur in den Parks. 

 

# Sicherheit

Gleich vorweg: Wir haben uns nie unsicher gefühlt. Trotzdem kann man die erhöhte Kriminalität nicht leugnen und so haben wir uns immer an ein paar wichtige Regeln gehalten: Wenn möglich nicht in der Dunkelheit (alleine) unterwegs sein, am besten auch nicht mit dem Auto. Keine Wertsachen offen im Auto liegen lassen und die wichtigsten Dinge versteckt bei sich tragen. Offen und selbstbewusst auf andere Menschen zugehen und eine Situation verlassen, wenn man sich unwohl fühlt. Wir informieren uns auch immer gern bei Einheimischen, was geht und was nicht. Für uns wäre die derzeitige Sicherheitslage kein Grund, die drei Länder nicht mit Kindern zu besuchen. 

Unsere Highlights (zumindest ein paar davon)

# Die unglaubliche Gastfreundschaft der Südafrikaner

# Johannesburg mit einem Besuch in Soweto und einer Walking Tour durchs Stadtzentrum

# Self-Drive Safaris in den Tierparks in Südafrika und Namibia

# Erkundung von Robben Island (Nelson Mandelas Gefängnisinsel) in Kapstadt

# Das Ostkap in Südafrika, vor allem Port St. Johns mit schönen, aber gefährlichen Stränden (Haie)

# Die stolzen, würdevollen Einwohner von Lesotho

# Das Afri-Ski-Resort in Lesotho

# Die Geisterstadt Kolmannskuppe und das Städtchen Lüderitz in Namibia

# Die roten Sanddünen von Sossusvlei 

# Die weite, leere, karge Landschaft in Namibia

# Unsere Abende am Lagerfeuer und Übernachtungen im Zelt

# Das Gefühl von Abenteuer und Freiheit

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Unser Reisevortrag

Über unsere Afrika-Abenteuer halten wir im Frühling 2018 wieder Reisevorträge! Alle Infos dazu findest du hier!

Jetzt bist du dran!

Warst du schon in Südafrika, Lesotho oder Namibia oder steht das vielleicht schon lange auf deiner Bucket List? Oder bist du gerade erst jetzt auf den Geschmack gekommen? Wir freuen uns über deine Gedanken, Eindrücke oder Fragen weiter unten in den Kommentaren!

 

Und genauso freuen wir uns, wenn du unseren Abenteuerbericht teilst!

 

Danke und liebe Grüße von Bert, Martina, Niklas & Hanna <3

4 Monate Südafrika, Lesotho & Namibia - Zusammenfassung unseres Afrika-Abenteuers!

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Kommentar schreiben

Kommentare: 4
  • #1

    Stefan (Donnerstag, 25 Januar 2018 12:24)

    Schöne, kompakte Zusammenfassung. Gibt einen tollen Einblick in eure Art des Reisens, mit vielen kleinen Tipps und Infos für die Planung, die wir gerne berücksichtigen, sollte es uns mal dorthin ziehen. Und schön zu sehen, dass es auch in Afrika funktioniert, sich treiben zu lassen ohne größere Planung...we like.
    In Afrika reizt mich selbst derzeit eigentlich der Norden mehr. Speziell kulturell wären wohl eher Marokko oder Tunesien auf meiner Liste zu finden. Aber ich nehme auch Südafrika oder Lesotho, wenn ich nicht wählen könnte... ;-)

    Liebe Grüße aus dem www.6inavan.com-Universum...

  • #2

    www.nunu-reist.at (Donnerstag, 25 Januar 2018 15:26)

    Tolle Beiträge! Südafrika ist einfach wunderschön und hat sehr viel zu bieten.
    Wollen unbedingt auch nochmal hin! Lesotho steht beim nächsten mal auch auf
    der Liste! :) Weiter so! Liebe Grüße, Jenny

  • #3

    Franzls On Tour (Donnerstag, 25 Januar 2018 17:09)

    Hallo liebe 6inaVan-ler! Danke fürs Kompliment - und ja, das Treiben lassen funktioniert wahrscheinlich echt überall auf der Welt! Marokko reizt uns auch - ich drück euch die Daumen dass ihr es dort bald hinschafft... Flüge dorthin sind ja zum Glück leistbar, was bei 6 Personen ja definitiv ein wichtiges Kriterium ist! Alles Liebe, Martina

  • #4

    Franzls On Tour (Donnerstag, 25 Januar 2018 17:10)

    Hallo Jenny! Ja, ich denke wer einmal in Südafrika war, möchte wieder dorthin! Und ja, Lesotho müsst ihr euch unbedingt anschauen, das gefällt euch und Nunu bestimmt! Danke fürs Kommentar und liebe Grüße, Martina