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Nordthailand, Laos & Koh Chang (Mama-Memories)

Wow, die letzten zwei Monate sind wie im Flug vergangen. Wir haben so viele coole Sachen erlebt, so viele schöne Orte gesehen und so viele nette Menschen getroffen. Wenn du wissen willst, wie es uns in Nordthailand, Laos und Koh Chang ergangen ist, dann lies weiter...

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Chaos pur

Über dieses Thema haben Bert und ich lange diskutiert. Für ihn hat es in den letzten zwei Monaten gar keine Chaos-Momente gegeben. Und auch ich habe mir eine Weile den Kopf darüber zerbrochen. Tatsache ist, uns fällt nicht wirklich etwas ein, was uns aus der Bahn geworfen hätte - oder in unseren Augen sehr mühsam oder negativ gewesen wäre.

 

Das liegt allerdings wahrscheinlich auch an unserer Einstellung und Erwartungshaltung. Wir wissen, dass Reisen anstrengend sein kann - vor allem in wenig entwickelten Ländern wie beispielsweise Laos. Wir wissen, dass unsere Kinder uns Nerven kosten können - doch das tun sie zuhause genauso. Wir wissen, dass wir unterwegs nicht viel Zeit zu zweit oder alleine verbringen können - das ist momentan einfach nicht drin! (Tagsüber sind wir beide eingedeckt, um unsere aktiven Kinder zu bändigen - und Abends, wenn Niklas und Hanna schlafen, sind wir selbst auch hundemüde...)

 

Wir wollen uns aber gar nicht beschweren oder jammern - wir haben genau gewusst, worauf wir uns einlassen und sind auch gerne bereit, alle Herausforderungen anzunehmen. Denn auch wenn das Leben unterwegs mühsam sein kann, bekommen wir jeden Tag sehr viel Kraft, Energie und Lebensfreude zurück. Immerhin tun wir genau das, was uns glücklich macht!

Krankheiten und sonstige Leiden

Keine Krankheiten, keine Leiden. Es ist verrückt (oder vielleicht gar nicht so verrückt), aber auf Reisen geht es uns immer gut! Hoffentlich bleibt uns das Glück noch lange treu!

 

Edit: Eh klar, dass nach der Rohfassung dieses Artikels noch etwas passieren musste! Erst wurde Niklas auf Koh Chang von einem Hund gebissen, zu unserem riesigen Glück war da aber keine richtige Bisswunde, sondern nur ein leichter Abdruck. Sonst wären wahrscheinlich ein paar Tollwut-Spritzen nicht ausgeblieben. Ende gut, alles gut - nur leider hat Niklas ab diesem Moment richtige Panik vor Hunden gehabt.

 

Und Hanna hat sich in der Nacht vor unserer Abreise übergeben müssen. Bravo, und das genau vor einer 32-stündigen Odyssee! Zum Glück ist es bei dem einen Mal geblieben (im Bus waren wir vorsichtshalber gut ausgerüstet mit Plastiksackerl), dafür waren wir aber schon  zu Beginn der Rückfahrt so richtig unausgeschlafen.

Mama-Momente de Luxe

Das ist diesmal einfach. Was ich in den letzten Monaten am aller-aller-allermeisten genossen habe, waren unsere Ausflüge mit dem Moped. Insgesamt dreimal haben wir uns einen Roller ausgeliehen, und sind damit tagelang durch die Gegend gedüst: In Pai (Nordthailand), Vang Vieng (Laos) und Koh Chang (Insel in Thailand). Hätte uns vorher jemand gesagt, dass zu viert am Moped sitzen unser neues Hobby werden wird, hätten wir ihn wahrscheinlich für verrückt erklärt. Aber Not macht bekanntlich erfinderisch, und da wir unbedingt mobil sein wollten, haben wir uns am Ende doch drübergetraut.

 

Und was ist denn eigentlich so toll am Mopedfahren? Für mich ist es dieses unglaubliche Gefühl von Freiheit und Selbstbestimmtheit und die vielen Dinge, die man im Vorbeifahren sieht, spürt und fühlt. Da kann ein Mietauto niemals mithalten. Diese Momente, mit allen meinen Liebsten am Roller, in einer atemberaubenden Umgebung, sind unvergesslich und gehören definitiv zu den Highlights auf dieser Reise. Unbedingt ausprobieren!!!!

 

PS: Wenn die Kids ein bisschen größer sind, werden wir dann mit zwei Mopeds unterwegs sein, aber momentan passt es so perfekt für uns!

 

PPS: Klar haben wir uns auch über die Sicherheit Gedanken gemacht! Wenn man aber sieht, dass diese Art der Fortbewegung in Asien das Normalste auf der Welt ist, dann passt man sich einfach irgendwann an und schaltet das österreichische Sicherheitsdenken ein bisschen aus. So ist es uns zumindest ergangen - und gaaanz langsam und vorsichtig gefahren sind wir natürlich auch!

Unterwegs

Die letzten beiden Monate waren für uns die Schönsten auf dieser Reise durch Südostasien.

 

Zu Beginn in Südthailand mussten wir uns erst einleben und an die neue Situation anpassen. Die letzten Jahre waren für uns sehr anstrengend, und so hat es eine Weile gedauert, bis wir wieder zu uns selbst gefunden haben.

 

Malaysia hat uns gefallen - vor allem die Städte, der kulturelle Mix und das Essen. Trotzdem haben uns ein bisschen die Wow-Effekte gefehlt (vor allem in puncto Natur) und wir haben vergeblich einen Platz gesucht, an dem wir uns für längere Zeit wohl gefühlt hätten.

 

Nordthailand, Laos und Koh Chang hingegen waren genau unser Ding. Berge, beeindruckende Landschaft, viele Aktivitäten, gemütliche Atmosphäre, Ruhe und Langsamkeit... Erst hier haben wir so richtig das Gefühl gehabt, "angekommen" zu sein.

 

Unsere Stationen der letzten zwei Monate im Schnelldurchlauf:

 

# Chiang Mai: Dort sind wir nur kurz geblieben, weil wir nach Malaysia erstmal genug von Städten hatten.

 

# Pai: Ein Paradies, vor allem wenn man es mit dem Moped erkundet. Wir sind 10 Tage lang geblieben und haben es uns richtig gutgehen lassen.

 

# Chiang Rai: Von dort aus sind wir mit dem Mietwagen zwei Tage lang im nördlichsten Teil Thailands herumgekurvt - bis zur "Golden Triangle" (dem Dreiländereck Thailand, Laos, Myanmar, das berühmt-berüchtigt für den Opiumanbau war/ist). Auch das Mae Salong Loop sind wir abgefahren, die Natur hat uns wirklich umgehauen. Überhaupt ist der Norden Thailands sehr empfehlenswert und temperaturmäßig etwas angenehmer als der Süden!

 

# Luang Prabang: Mit dem Slowboat sind wir nach Laos gefahren und haben viel Zeit in dieser schönen, gemütlichen Stadt verbracht. Meist waren wir im Schwimmbad "La Pistoche" und am Nachtmarkt anzutreffen.

 

# Nong Khiaw / Muang Ngoi: In diesen zwei wunderschönen Orte im Norden von Laos haben wir insgesamt eine Woche verbracht. Atemberaubende Landschaften und das Gefühl, viele Jahrzehnte zurückversetzt zu sein, machen eine Reise dorthin zu etwas ganz Besonderem - das sollte man sich bei einer Laos-Reise keinesfalls entgehen lassen!

 

# Vang Vieng: Vor vielen Jahren war es ein gemütliches Dorf, in dem man Höhlen besichtigte und sich im Fluss mit großen Reifen von Bar zu Bar treiben ließ. Und sich stundenlang in chilligen Restaurants Folgen der Fernsehserie "Friends" reinzog - ich hatte das Glück, damals schon dort gewesen zu sein. Dann wurde Vang Vieng zur Partyhochburg von Laos - inklusive einiger toter Backpacker, die den Mix von Drogen, Alkohol und Rivertubing nicht überlebt haben. Daraufhin wurden viele Bars niedergerissen und die Chinesen begannen zu investieren. Übrig blieb eine hässliche Stadt mit vielen chinesischen und südkoreanischen Touristen. Nichts mehr von damals ist wiederzuerkennen. Bis man sich ein Moped nimmt und aufs Land rausfährt, dann ist Vang Vieng einfach nur noch wunderschön und so, wie in den "guten alten Zeiten"!

 

# Vientiane: In der Hauptstadt von Laos haben wir uns nicht lange aufgehalten. Ein Must-See

ist die Promenade am Mekong, wo jeden Abend der Nachtmarkt aufgebaut wird, man bei einer Pediküre oder Maniküre ("Only two Dollars!") den Sonnenuntergang bewundern kann und bei einer öffentlichen Zumba-Stunde mitmachen oder zuschauen darf.

 

# Koh Chang: Dieses kleine Paradies befindet sich gar nicht so weit von Bangkok. Die Insel war bis vor ca. 20 Jahren aufgrund der Grenze zu Kambodscha militärisches Sperrgebiet und ist deshalb noch weniger entwickelt als andere thailändische Inseln. Mit dem Moped haben wir die unzähligen Strände, Mangrovenwälder, Aussichtspunkte, Wasserfälle und Restaurants besucht, uns nochmals so richtig gut erholt und Sonne, Strand & Meer getankt.

Shopping Highlights

Viel Platz in unseren Rucksäcken haben wir bekanntlich nicht, und Shopping gehört auch definitiv nicht zu Berts und meinen Lieblingsbeschäftigungen. Aber so schöne, außergewöhnliche Sachen zu solch guten Preisen bekommt man auch nicht alle Tage - da mussten wir einfach durch!

 

In Chiang Mai habe ich mir einen neuen Rucksack gegönnt (meiner war schon 12 Jahre alt und mehrmals genäht, hat dafür aber auch sehr viel von der Welt gesehen... ein bisschen vermisse ich ihn schon!).

 

Am Markt in Luang Prabang habe ich wunderschöne Schals entdeckt und gleich eine ganze Ladung davon mitgenommen (was genau damit passiert, steht noch in den Sternen - auf jeden Fall verlosen wir bald einen davon auf Facebook)!

 

Und auf Koh Chang haben wir uns ein bisschen neu eingekleidet - T-Shirts, Hosen, Kleider, Sarongs, Bikinis... mehr hat dann leider einfach nicht mehr in unsere Rucksäcke gepasst!

Skurriles

In Vang Vieng hat es vier Tage lang durchgehend geregnet. Das Skurrile daran? Wir haben unsere Reise in der Regenzeit gestartet, und in den feuchten Monaten August, September und Oktober hat es insgesamt vielleicht fünfmal geregnet, und das meist nur eine halbe Stunde pro Tag. Und kaum beginnt die Trockenzeit, sitzen wir tagelang durchgehend im Nassen. Schon komisch, oder?

 

Wir haben dann herausgefunden, dass ein Ausläufer eines Taifuns in Vietnam schuld an diesem untypischen Wetter war - für die Bauern war's echt schlimm, denn sie hatten die ganze Reisernte am Feld ausgebreitet! Wir haben es uns in unserer Bungalowanlage gemütlich gemacht, mit netten Leuten gequatscht und einfach mal stundenlang nix gemacht - was sehr entspannend war. 

Menschen

Mit den Menschen in Laos (und ganz Südostasien) haben wir eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht. Sie sind wahnsinnig kinderlieb, freundlich, hilfsbereit und liebenswert, auch wenn einige Dinge für uns teilweise sehr ungewohnt waren, zum Beispiel ihre Arbeitsweise!

 

Die lustigsten Erfahrungen hatten wir beim Essen bestellen. In Luang Prabang haben wir jeden Morgen an einem Marktstand gefrühstückt, da gab es leckeres Baguette, belegt mit allem, was das Herz begeht. Auf dem Markt gab es mindestens 20 Marktstände mit absolut identischem Angebot, und so war an den einzelnen Ständen nie wirklich viel los.

 

Trotzdem dauerte es immer eine Ewigkeit, bis wir unsere Baguettes in Händen hielten. Jede Speise wurde sehr bedächtig und Schritt für Schritt hergestellt. Einmal ist der Ehemann mit der Tochter auch noch schnell (oder eher langsam) Nutella und Bananen für unser Frühstück kaufen gegangen - ungefähr zehn Minuten nachdem wir - als einzige Gäste - bestellt hatten. Und in unserem Resort-Restaurant in Vang Vieng wurde grundsätzlich mindestens eine unserer bestellen Speisen vergessen. Hier ticken die Uhren noch ganz anders als bei uns - niemand lässt sich stressen, egal wie viele Leute noch warten.

 

Wir haben das auch immer mit Humor genommen, und vielmehr genossen, nicht ständig der Hektik unserer westlichen Welt ausgesetzt zu sein. Nur einmal mussten wir einen Bus erreichen und es blieb uns - nach über einer halben Stunde Wartens - nichts anderes übrig, als unser Frühstück zum Mitnehmen einpacken zu lassen. Hanna trug ihre Eierspeis (Rührei) dann im Plastiksackerl mit sich herum - Mahlzeit!!!

 

(Falls du dich übrigens fragst, warum es in Laos Baguette gibt: Das Land ist Teil der französischen Kolonie Französisch-Indochina, daher ist der Einfluss Frankreichs sehr groß. Ein guter Teil der Reisenden in Laos sind Franzosen, viele Schilder sind in französischer Sprache, es gibt haufenweise Häuser im Kolonialstil und das Essen ist auch sehr lecker.)

Blog

Hach, die Sache mit dem Blog... Ich liebe meinen Blog und es macht mir so unglaublich viel Spaß, Artikel zu schreiben. Unterwegs - vor allem bei Busfahrten - kommen mir auch laufend neue Ideen, über die ich schreiben möchte. Und das ist momentan ein echtes Problem für mich.

 

Ich hab so viele Dinge im Kopf (immerhin erlebe ich ja auch ständig so viel) und möchte das am liebsten gleich sofort niederschreiben. Nur leider fehlt mir ganz einfach die Zeit! Wenn man mit kleinen Kindern unterwegs ist, hat man Untertags meist wenig bis keinen Freiraum. Bert und ich sind beide voll beschäftigt - und das von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends.

 

Wenn man dann die Tage wegnimmt, an denen ich müde bin, keine Lust auf Schreiben habe oder liebe lese, dann bleiben nur wenige Stunden pro Woche übrig. Das finde ich echt schade! Mein momentaner Kompromiss: Alle Artikelideen und meine Gedanken dazu kommen in mein Notizbuch - und das sind mittlerweile schon über zwanzig.

 

Nächstes Jahr ab Herbst sind dann beide Kinder vormittags im Kindergarten, spätestens dann wird alles nachgeliefert! Der Blog ist ohnehin als Langzeit-Projekt gedacht und nicht nur als Tagebuch dieses Reisejahres. Ich hoffe, du liest auch später noch gerne mit - Lesestoff für die nächsten Jahre ist auf jeden Fall ausreichend vorhanden (immerhin fehlen ja auch noch viele unserer früheren Reisen - unsere Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn, Rumänien mit dem Motorrad, meine Weltreise vor 10 Jahren, meine Kreuzfahrtschiffs-Karriere und, und, und...). Und natürlich kommen auch laufend neue Abenteuer dazu!!!

 

So, jetzt aber zu den Artikeln der vergangenen Wochen:

 

Kuala Lumpur günstig mit Kind (Unsere Tipps)

Zu viert auf dem Moped??? Unterwegs in Pai (mit Video)

Die ganze Familie bequem im Doppelbett (Unser Trick)

Menschen in Laos bei der Arbeit (Fotostrecke)

Mit dem Slowboat individuell von Thailand nach Laos

3,5 Monate Südostasien - das werden unsere Kinder (nicht) vermissen

Pläne

Am 1. Dezember sind wir wieder in der Heimat gelandet und werden einen ganzen Monat zuhause am schönen Hochkönig verbringen. Wir haben unsere Reise bisher in vollen Zügen genossen, aber vor allem der Kopf ist nach so vielen Eindrücken einfach voll. Da tut es gut, wieder ein bisschen zur Ruhe zu kommen, bevor die nächste Reise beginnt.

 

Die Kinder freuen sich schon auf viel Zeit mit Omas, Opas und dem Rest der Familie, den Schnee, das Spielzeug, den Krampus, das Christkind und natürlich ihre Freunde.

 

Bert und ich freuen uns auf Zeit zu zweit und auch auf Ruhe, unsere Couch, Nudeln mit Tomatensauce, Skifahren, Bloggen, Freunde und mehr...

 

Und dann kommt auch schon wieder unser nächstes Abenteuer! Am 31. Dezember geht's für vier Monate nach Südafrika und Namibia. Wir waren beide noch nicht in diesen Ländern, haben aber schon so viel Positives darüber gehört und sind schon total gespannt, was uns erwarten wird.

 

A propos, es wird auch spannend, wie wir mit unserem Budget klarkommen werden... in Südostasien hat das gut funktioniert, Südafrika ist natürlich ein ganz anderes Pflaster. ABER: Wir sind kreativ, uns wird schon was einfallen! Und wir würden uns sehr freuen, wenn du uns auch auf diesem Teil der Reise begleiten würdest!

 

Übrigens: Wenn du heiße Tipps für Südafrika und/oder Namibia hast, nur her damit!!!

Schnappschüsse

So, und jetzt bist du dran! Welche spannenden, lustigen oder anstrengenden Dinge hast du im letzten Monat erlebt?

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Danke fürs Lesen und liebe Grüße von Bert, Martina, Niklas & Hanna <3

Lust auf mehr?


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