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Camping in Südafrika - Alles, was du wissen musst!

Camping ist eine wunderbare und günstige Art, Südafrika zu bereisen. Wir waren drei Monate lang im Land unterwegs und haben viele unterschiedliche Campingplätze in allen Provinzen besucht! Unser Fazit: Camping in Südafrika rocks...

Camping in Südafrika

In diesem Blogartikel haben wir alles zusammengefasst, was unserer Meinung nach fürs Camping in Südafrika wichtig ist. Unsere Tipps und Erfahrungen basieren auf einem 3-monatigen Camping-Roadtrip quer durchs ganze Land, auf dem wir über 20 verschiedene Campingplätze (und einige andere Unterkünfte) besucht haben.

 

Eine Liste mit all unseren Campingplätzen und weiteren Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in unserem Artikel Campingplätze in Südafrika: 20+ coole Locations!

Camping in Südafrika ist sehr beliebt!

Südafrika ist eine wahre Camper-Nation! Die Einwohner des Landes lieben Camping und sind in Ferienzeiten und an Feiertagen am liebsten auf Campingplätzen zu finden. Und zwar beim Fischen, Grillen (Braai), Wandern und Surfen.

 

Außerdem fahren die Südafrikaner gerne durch ihre wunderschönen Tier- und Nationalparks und übernachten dabei meist auf Campingplätzen.

 

Ausländische Camper trifft man hauptsächlich in den klassischen Tourismusregionen wie der Gardenroute und den Tierparks. Sehr populär sind dabei gemietete Camper oder Geländewagen mit Dachzelt, die ab ca. 70 Euro für 2 Personen bzw. ab ca. 100 Euro für 4 Personen zu haben sind (zB. bei Britz).

 

Wir waren aus Kostengründen allerdings mit einem einfachen Mietauto und einem kleinen Familienzelt unterwegs. Unseren Toyota Corolla haben wir über den ÖAMTC (ADAC) für 15 Euro pro Tag gebucht - er war für einen Großteil der Straßen in Südafrika gut geeignet.

 

Camping in Südafrika ist ein wunderbarer Weg, Südafrikaner in ihrer Lebenswelt kennen zu lernen. Die Menschen hier sind sehr offen und gesprächig und wir sind sogar einige Male von neuen Bekanntschaften zu sich nach Hause eingeladen worden. Leider haben wir auf Campingplätzen hauptsächlich weiße Südafrikaner angetroffen - die schwarze Bevölkerungsgruppe (80% der Einwohner) ist dort vorrangig als Hilfsarbeiter vertreten. Und einige schwarze Saisonarbeiter leben zeitweise auf Campingplätzen, vor allem rund um die Städte.

Camping in Südafrika
Beliebtes Urlaubsvergnügen bei Südafrikanern: Wandern, Fischen und Grillen in den Drakensbergen

Campingausrüstung

Mietet man einen Camper oder Geländewagen mit Dachzelt, ist die Campingausrüstung normalerweise mit dabei (zur Sicherheit vorher abklären!). Es ist auch möglich, eine komplette Campingausrüstung tageweise zu mieten (zB. ab ca. 20 Euro bei Drive & Camp).

 

In den größeren Supermärkten gibt es überall eine Campingabteilung, in der man Zelt, Luftmatratzen, Campingsesssel, Grillzubehör - und was das Herz sonst noch begehrt - kaufen kann. Campingausrüstung ist in Südafrika günstiger als bei uns, also lohnt es sich durchaus, bei längeren Aufenthalten über einen Kauf nachzudenken.

 

Wir haben für unseren Camping-Roadtrip ein Quechua-Familienzelt von zuhause mitgenommen, das wir kurz zuvor günstig online bestellt haben - und waren mehr als zufrieden. Das Zelt konnte von einer Person alleine aufgebaut werden, hat Wind und Regen immer gut standgehalten und unsere kompletten vier Monate in Südafrika, Lesotho und Namibia überstanden. Im Zelt ist ein Innenzelt, in dem wir zu viert genügend Platz zum Schlafen hatten sowie ein Vorraum, in dem man bequem stehen kann. Das Zelt gibt's bei Decathlon zu kaufen und ist wirklich empfehlenswert. Hier gibt's alle Infos dazu:

Als zusätzliche Ausrüstung hatten wir zwei dicke Luftmatratzen (wie diese hier*), eine

elektrische Luftpumpe* und unsere eigene Bettwäsche (Spannleintuch, kleine Kopfpolster und zwei Decken) dabei. Gut zusammengerollt konnten wir alles im Kofferraum verstauen - diesen Luxus wollten wir uns für unsere lange Reise nicht nehmen lassen.

 

Weiters hatten wir eine große Picknickdecke (wie dieses hier*) im Gepäck - Tisch und Sesseln hätten nicht mehr ins Auto gepasst. Vor Ort haben wir uns für ca. 20 Euro einen kleinen Gaskocher gekauft - unser Kochgeschirr* haben wir von zuhause mitgenommen und das Essen täglich frisch gekauft (Kühlmöglichkeit hatten wir keine dabei). Kleidungsstücke, Reiseapotheke und andere Kleinigkeiten haben wir in unseren geliebten Packwürfeln verstaut!

Camping in Südafrika
So sieht's aus, wenn wir morgens zusammenpacken ;-)

Camping in Südafrika - die Fakten!

In Südafrika gibt es rund 800 Campingplätze, und zwar im gesamten Land verstreut. Wenn es Parzellen gibt, sind diese sehr offen gehalten, viele unserer Campingplätze waren allerdings gar nicht parzelliert. Einige Campingplätze in Südafrika sind in privater Hand, andere werden von Stadtverwaltungen geführt. Generell sind die privaten Campingplätze etwas teurer, dafür aber in besserem Zustand.

 

Die meisten Campingplätze in Südafrika sind sehr großzügig angelegt - somit hat man meist genügend Abstand zum Nachbarn. Für Kinder sind sie ein wahres Paradies mit viel Auslauf und es stört auch niemanden, wenn es mal ein bisschen lauter ist.

 

Auf vielen größeren Campingplätzen gibt es Spielplätze und manchmal auch Swimmingpools - diese waren allerdings selten in gepflegtem Zustand. Restaurants und Shops findet man auf Campingplätzen eher weniger.

 

Camping in Südafrika kann man wirklich an den verschiedensten Orten machen. Am Meer zum Surfen und Baden, am See zum Fischen, in den Bergen zum Wandern, in den Tierparks für Safaris oder am Rande von Städten zum Sightseeing. Oft sind sie wirklich an Prime-Locations, an denen feste Unterkünfte wahrscheinlich ein halbes Vermögen kosten würden.

 

Reservierungen sind vor allem in Parks und in Tourismusgebieten in der Hauptsaison ratsam: Campingplätze in den bekanntesten Tier- und Nationalparks (zB. Krüger) sollte man teils schon Monate im Vorhinein reservieren, vor allem für südafrikanische Feiertage und Ferienzeiten (Sommerferien und Osterferien). Abgesehen davon ist es sicherlich sinnvoll, in touristischen Gebieten (Gardenroute) zumindest vorher kurz anzurufen. Südafrikanische SIM-Karten gibt es für ca. 1 Euro in jedem Supermarkt. Am besten besorgt man sich auch Datenvolumen, weil die wenigsten Campingplätze über (gutes) W-Lan verfügen. 

 

Wir waren hauptsächlich in der Nebensaison unterwegs und haben nie reserviert - und trotzdem immer einen Platz bekommen. Einer der Hauptgründe, warum wir Camping in Südafrika so geliebt haben war der, dass wir dadurch völlig frei, flexibel und spontan reisen konnten. Nur in den Osterferien haben wir touristische Gebiete gemieden. 

 

Camping in Südafrika ist günstig, wir haben im Schnitt zwischen 150 und 250 ZAR pro Nacht bezahlt (das sind 10-17 Euro), allerdings in der Nebensaison. Entweder wird pro Person abgerechnet (ab 6 Euro, Kinder bis sechs Jahre waren fast immer kostenlos) oder pro Stellplatz (ab 14 Euro für bis zu sechs Personen). Es gibt auch einige Campingplätze mit festen Zelten, die man mieten kann. Hier ist der Preis natürlich entsprechend höher, ebenso an vielen Plätzen in der Hauptsaison (= südafrikanische Sommermonate und Ostern).

 

Die Campingplatz-Standards liegen unter denen in Österreich und Deutschland. Nur selten haben wir Küche, Kühlschrank oder Tiefkühler vorgefunden. Auch Waschmaschinen waren rar und manchmal mussten wir sogar unser eigenes Toilettenpapier mitbringen. Die sanitären Anlagen waren relativ sauber, aber einfach und oft schon sehr in die Jahre gekommen. Interessanterweise gab es auf vielen Campingplätzen Badewannen.

 

Meist ist direkt am Platz Wasser und Strom - nutzbar hauptsächlich mit südafrikanischen Standard-Steckern, für die man im Supermarkt Adapter kaufen kann. Der Boden war auf unseren Plätzen fast immer grasig und gut für Heringe geeignet, je weiter wir an die Grenze zu Namibia gekommen sind, desto trockener und sandiger wurde es allerdings.

 

Südafrika ist eine Grill-Nation, und daher gibt es auch auf fast jedem Campingplatz einen Griller (Braai). Am besten schaut man sich von den Einheimischen ein paar leckere Rezepte ab!

 

Grundsätzlich ist Camping in Südafrika sicher, die meisten Plätze sind eingezäunt und rund um die Uhr bewacht. Trotzdem sollte man natürlich keine Wertsachen im Zelt liegen lassen. Ein bisschen Vorsicht ist geboten vor Schlangen (uns ist nur eine begegnet), Skorpionen (haben wir keinen gesehen), Affen (die können sehr lästig sein), kleinen Dornen am Boden und Moskitos in Malariagebieten. Wir haben uns in Südafrika nie unsicher gefühlt - vielleicht aber auch deshalb, weil wir abends nie unterwegs waren.

 

Camping in Südafrika im Zelt ist nur in den südafrikanischen Sommermonaten angenehm. Wir waren von Jänner bis Mai unterwegs und ab Mitte April ist es nachts schon relativ kühl geworden (ca. 5 Grad). 

Camping in Südafrika
Tolle Camping-Location direkt am Strand in Jeffrey's Bay!
Camping in Südafrika
Zur Abwechslung mal ein richtig schöner Pool am Campingplatz des Pilanesberg Nationalparks!
Camping in Südafrika
Auf fast jedem Campingplatz gibt es die berühmten südafrikanischen Braais - und manchmal auch neugierige Affen!
Camping in Südafrika
Auch Minigolf ist hier sehr beliebt!
Camping in Südafrika
Campingplatz am Stausee in Clanwilliam in den Cederbergen - hier ist mehr als genug Platz!
Camping in Südafrika
Je näher man an die Grenze zu Namibia kommt, desto mühsamer wird das Zelt aufbauen...

Alternativen zu klassischen Campingplätzen

Wild Camping in Südafrika ist offiziell nicht erlaubt. Es ist sicherlich möglich, wir wollten aber in einem Land, das für seine hohe Kriminalität bekannt ist, kein unnötiges Risiko eingehen.

 

In Städten oder eher untouristischen Gebieten (Eastern Cape, Karoo) haben wir nur wenige Campingplätze gefunden, glücklicherweise gibt es hier auch Alternativen:

 

--> Camping bei Hostels: Das ist eine sehr beliebte Möglichkeit, vor allem mit kleineren Zelten oder Fahrzeugen. Die Preise sind ähnlich wie auf Campingplätzen. Vorteile: Es gibt hier Küche, Waschmaschine, W-Lan und andere Annehmlichkeiten wie Zugang zu günstigen Mahlzeiten und Touren sowie Anschluss an andere Reisende. Nachteile: die Campingwiesen sind meist sehr klein und man hat wenig Platz, es ist oft bis spät abends laut und man ist umgeben von vielen Menschen.

 

--> Camping bei Guesthouses / Lodges / Farmen: Diese Plätze sind oft sehr schön und liebevoll gestaltet - meist darf man Annehmlichkeiten wie Swimmingpool oder Aufenthaltsräume mitbenutzen. Auch hier sind die Preise ähnlich wie auf Campingplätzen, teilweise etwas teurer.

 

Campingplätze in Tier- / Nationalparks: Diese Campingplätze sind sehr beliebt und werden von SAN-Parks oder KZN-Wildlife geführt. Die Parzellen sind oft klein und eher teuer und sollten unbedingt vorreserviert werden. Wir haben als Alternative meist lieber ein bisschen außerhalb der Parks gecampt - ein Nachteil ist hier allerdings, dass man morgens nicht als erster im Park sein kann.

 

Andere Möglichkeiten, günstig durch Südafrika zu reisen:

x Couchsurfing --> Sogar mit Baby geht das, hier gibt's einen interessanten Artikel dazu!

x Airbnb --> In Privatunterkünften übernachten - für die erste Buchung gibt's über diesen Link 35 Euro Rabatt*! 

x Hostels --> Die sind in Südafrika richtig, richtig cool - können wir sehr empfehlen!!!

x Bed & Breakfasts --> Eine tolle Möglichkeit, Einheimische kennenzulernen!

Camping in Südafrika
Camping im Garten eines Hostels im wunderschönen Clarens!

Campingplätze in Südafrika finden

Wir haben unsere Campingplätze alle spontan vor Ort gesucht - und so sind wir an die Campingplätze gekommen:

 

Google: Der einfachste Weg, Campingplätze zu finden. Einfach eine SIM-Karte mit Datenvolumen kaufen und los geht's.

 

Mundpropaganda: Wenn wir auf Campingplätzen mit jemandem ins Gespräch gekommen sind, haben wir uns gleich ein paar Campingplatzempfehlungen geben lassen. Die Südafrikaner kennen sich da aus und wir sind zu ein paar tollen Plätzen gekommen.

 

Coast to Coast: In diesem kleinen Büchlein findet man Hostels, die auch Camping anbieten. Es ist kostenlos und liegt direkt in den Hostels auf.

 

Lonely Planet Südafrika* : Hier gibt es eine eingeschränkte Auswahl an Campingplätzen, und zwar vorrangig bei Lodges oder Guesthouses.

 

Tourist Info: Hier bekommt man Karten und Unterkunftstipps. Die Mitarbeiter sind nicht immer top-motiviert, aber am Ende bekommt man doch meist eine hilfreiche Auskunft.

 

Navi / Here-We-Go App: Auch im Navi oder auf diversen Offline-Straßenkarten Apps sind Campingplätze eingezeichnet.

 

Straßenschilder: In Südafrika sind Campingplätze in Orten immer gut ausgeschildert!

 

South Africa Caravaning & Camping Atlas*: Campingplätze in einem Buch zusammengefasst.

 

Webseiten: CAMPSA, SA-Venues, Camping South Africa

Camping in Südafrika
Coast to Coast: Ein Must-Have für alle Backpacker und Camper! Gibt's kostenlos in den Hostels!

Camping in Südafrika rocks!

Camping ist ein toller Weg, Südafrika zu bereisen. Wunderschön gelegene Plätze, ganz viel Auslauf für Kinder, Leben in und mit der Natur und Begegnungen mit Einheimischen machen den Aufenthalt zu etwas ganz Besonderem.

 

Camping in Südafrika ist eine Möglichkeit, sehr günstig durchs Land zu kommen - um die Sicherheit braucht man sich unserer Meinung nach keine großen Sorgen zu machen. Unser Camping-Roadtrip durch Südafrika war für uns Freiheit pur, weil wir nichts vorbuchen mussten und immer ein Campingplatz in der Nähe zu finden war.

 

Wir können Camping in Südafrika jedem nur ans Herz legen - entweder auf die klassische Variante mit Geländewagen und Dachzelt oder (bei kleinem Budget) auch so, wie wir's gemacht haben! Hier geht's zu unserer Liste vieler Campingplätze in Südafrika!

Camping in Südafrika
Camping in Südafrika macht der ganzen Familie Spaß! Für uns war's sicherlich nicht das letzte Mal...

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Hast du schon mal Camping in Südafrika gemacht? Oder hast du es vor? Wir freuen uns, wenn du deine Tipps und Erfahrungen in die Kommentare schreibst!

 

Danke fürs Lesen und liebe Grüße von Bert, Martina, Niklas & Hanna <3

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Auf die Plätze, fertig... PINNEN!!!

Camping ist eine wunderbare und günstige Art, Südafrika zu bereisen. Unsere Erfahrungen nach drei Monaten gibt's am Blog!

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