Günstig Camping - Die besten Tipps

[Martina] Hast du auch die Nase voll von völlig überteuerten Campingplätzen? Wenn du gerne in der Natur bist, ein authentisches Campingerlebnis suchst und so wie wir keinen großen Luxus brauchst, dann helfen dir unsere Tipps mit Sicherheit weiter...

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Juhuu! Die Campingsaison beginnt schön langsam – und wir können es kaum mehr erwarten, mit unserem Opel Vivaro loszudüsen.

 

Leider sind die Zeiten, in denen Camping automatisch mit Billigurlaub gleichzusetzen ist, vorbei. In beliebten Urlaubsgebieten (auch in Österreich) zahlt man während der Hauptsaison schnell mal 60 Euro oder mehr pro Nacht für eine 4köpfige Familie.

 

Das finden wir eindeutig zu viel für ein kleines Fleckchen Wiese! Deshalb gibt’s hier unsere Tipps zum günstig Campen! 

Vermeide die Hochsaison

Eh klar! Das ist auf alle Fälle der einfachste Weg, um Geld zu sparen – allerdings für viele Familien kaum machbar. Und auch für uns Lehrer nicht. Also müssen andere Alternativen her – und die gibt es glücklicherweise!

Günstig Camping im Norden

Obwohl wir das klassische „Sonne, Strand und Meer”-Feeling lieben, hat es uns in den letzten Sommerferien immer in den nördlichen bzw. östlichen Teil Europas verschlagen.

 

Dort gibt es viele Vorteile für uns: Keine Menschenmassen, keine überteuerten Campingplätze (wir zahlen selten mehr als 20 Euro, oft auch weniger), wir schwitzen nicht bei 40 Grad im Zelt oder Campingbus, es gibt super Strände und die sind oft menschenleer - und die Natur ist wunderschön. Außerdem muss man selten vorbuchen und das ist ein ganz wichtiger Faktor für uns, da wir gerne flexibel sind.

 

Klar gibt es auch einige Nachteile. Tendenziell ist das Wetter kühler – aber mit der richtigen Einstellung und etwas Glück trübt das die Urlaubsstimmung nicht wirklich. Vor 2 Jahren in Wales hatten wir immerhin 3 Wochen lang das schönste Hochsommerwetter. Das Meer kann etwas kühl sein und manchmal ist es auch ganz schön windig, aber damit können wir leben. Vor allem, weil Baden in Jesolo für uns auch nicht das Highlight ist - da sollte es dann schon eher Thailand sein. 

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Urlaube abseits des Massentourismus

Wenn es dich trotzdem in den Süden zieht, ist es eine gute Idee, nach Campingplätzen zu suchen, die ein Stück entfernt von den klassischen Touristenhochburgen liegen.

 

Manchmal zahlt es sich richtig aus, noch 200 km weiter zu fahren oder einen Campingplatz im Hinterland anzusteuern. In diesem Fall kann man dann Tagesausflüge zu umliegenden Stränden unternehmen und dadurch sogar noch mehr vom Land kennenlernen.

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Suche private und einfache Campingplätze

Hier gibt es zwar oft keinen Pool, kein Shop, keine 24-Stunden-Rezeption und kein Restaurant, aber dafür ist das Ambiente meist sehr gemütlich und familiär und die Preise günstig.

 

Wir sind immer auf der Suche nach kleinen, besonderen Campingplätzen mit landestypischem Flair. Und lieben es, Campingkocher und Campinggeschirr auszupacken und selbst etwas Leckeres zu zaubern – oder umliegende Restaurants zu besuchen.

 

Nachdem wir in Kroatien mal auf verzweifelter Suche nach kleinen Campingplätzen waren (Plätze mit ein paar hundert oder sogar tausende Parzellen sind eine Horrorvision für uns) – sind wir über die so genannten „Mini-Campingplätze“ gestolpert, die für wenig Stellplätze und familiäre Atmosphäre stehen. Und auch in Italien gibt es einfache und kleine Campingplätze, die oft erschwinglich sind. Einfach mal googlen.

 

Und wenn man ganz mutig ist, kann man auch mal bei Einheimischen anklopfen und fragen, ob man das Zelt / den Campingbus auf deren Grund aufstellen darf.

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Mache Gartencamping!

Über das Netzwerk “Camp in my Garden” bieten Einheimische ihre Gärten, Felder und Wiesen zum Campen an – und das normalerweise zu kleinen Preisen und teilweise sogar kostenlos. Ein großer Vorteil hier ist das Kennenlernen anderer Menschen und Kulturen (aufgeschlossen und interessiert sollte man daher schon sein).

 

Wir haben letztes Jahr in Polen Gartencamping gemacht und diese Reise mit Familienanschluss sehr genossen (hier geht’s zu unserem Artikel darüber).

 

Wenn man auf bestimmten Luxus nicht verzichten möchte, sollte man sich im Vorfeld jedoch gut informieren – wir hatten sanitäre Anlagen von Büschen über sehr saubere Plumpsklos bis hin zu richtig schönen Badezimmern.

 

„Camp in my Garden“ ist mittlerweile fast auf der ganzen Welt vertreten und wächst laufend – hier gibt es eine 100% Empfehlung von uns.  

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Mehr als günstig Camping in der Wildnis

Der günstigste Weg ist natürlich das Wild Campen. Es ist auch in einigen europäischen Ländern wie Norwegen, Schweden, Estland, Lettland und Litauen offiziell erlaubt.

 

Im letzten Sommer haben wir im Baltikum meist wild gecampt und nachdem wir die erste Scheu abgelegt hatten, war es ein tolles Erlebnis (wir waren allerdings froh über unseren Campingbus, der uns ein Gefühl von Sicherheit vermittelt hat).

 

In Estland gibt es sogar wunderschöne, idyllisch gelegene und vom Staat errichtete kostenlose Übernachtungsplätze mit überdachten Picknicktischen, Feuerstellen und Brennholz (RMK-Plätze).

 

In Teilen Irlands, Frankreich, Polen, Österreich und einigen anderen Ländern ist Wild Campen zwar nicht erlaubt, aber meist toleriert. Man sollte allerdings kein Campingverhalten an den Tag legen und nur für eine Nacht bleiben – wenn man also die gesamte Campingausrüstung ausbreitet, darf man sich nicht wundern, wenn man verjagt wird! Im Vorfeld unbedingt nochmals genau über die Regeln und Erfahrungen im jeweiligen Land informieren!!!

 

In weiten Teilen des südlichen Europas gibt es strikte Gesetze gegen das Nächtigen abseits von Campingplätzen (unter anderem in Italien, Kroatien, Griechenland, Rumänien und Slowenien). Hier sollte man sich nicht erwischen lassen, sonst muss man mit Strafzahlungen und anderen Problemen rechnen.

 

Cynthia & Nico von Journal of Nomads übernachten allerdings überall in Europa und sogar weltweit in der Wildnis – jedoch nur mit Zelt und abseits von Straßen – sie kamen noch nie in Schwierigkeiten.

 

Natürlich sollte es selbstverständlich sein, dass man beim Wild Campen immer alles so verlässt, wie man es vorgefunden hat - und seinen Müll wieder einsammelt.

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Pack dein Zelt ein

Natürlich kann man seine Campingausrüstung auch in andere Teile der Welt mitnehmen.

 

Hat man für eine Reise in Neuseeland beispielsweise das Zelt schon mit im Gepäck, braucht man nur noch ein kleines Auto zu mieten und schon kann man kostenlos an den schönsten Orten der Insel übernachten.

 

Und Reisende nach Australien mieten oder kaufen (das ist dort relativ unkompliziert) gerne einen Campingbus und vermeiden so hohe Nächtigungskosten.

 

In günstigen Gebieten hingegen (zB. Südostasien) kann man seine Ausrüstung gleich zuhause lassen, denn da gibt es genügend erschwingliche Übernachtungsmöglichkeiten.   

Sei kreativ!

Du besitzt kein Zelt und keinen Campingbus? Auch kein Problem - dann mache es einfach wie eine lettische Familie, die gleichzeitig mit uns auf einem Parkplatz in Litauen übernachtet hat.

 

Wir haben zuerst selbst unseren Augen nicht getraut, als der Vater erst die Autositze ausgebaut und dann fein säuberlich am Autodach seines Kleinwagens verstaut hat.

 

Arbeitsaufwand war ca. 2 Stunden, dafür hatten aber alle Platz im Auto! Wenn man kein Geld hat, muss man einfach nur einfallsreich sein, dann findet man immer einen Weg, günstig Camping zu machen ;-) 

Danke fürs Lesen und viel Spaß beim nächsten Campingabenteuer! Die Fotos wurden übrigens in Wales (Zelt) sowie in Estland, Lettland und Litauen (Campingbus) aufgenommen.

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Laura (Montag, 10 Oktober 2016 10:49)

    Ein ganz toller Artikel, mit richtig guten Tipps. So kann man auch mit einem kleineren Budget einen tollen Urlaub erleben.

  • #2

    Franzls On Tour (Montag, 10 Oktober 2016 14:24)

    Viele Dank Laura für das nette Feedback! Ja, man braucht echt nicht viel Geld, um einen schönen Urlaub zu verbringen - das sehen wir auch gerade jetzt in Südostasien wieder! Liebe Grüße, Martina

  • #3

    Linus (Mittwoch, 15 März 2017 11:22)

    Ersteinmal: toller Artikel! Da bekommt man Lust aufs Campen!
    aber eine Sache ist nur bedingt richtig:
    "Der günstigste Weg ist natürlich das Wild Campen. Es ist auch in einigen europäischen Ländern wie Norwegen"
    Das "Jedermansrecht" bezieht sich ausdrücklich NUR auf Wanderer ohne Auto/Wohnmobli!
    Es ist also nicht erlaubt mit dem Wohnmobil irgendwo in die Wildnis zu fahren und dort zu campieren!
    (wird meistens trotzdem toleriert)
    LG!

  • #4

    Franzls On Tour (Freitag, 17 März 2017 11:16)

    Hallo Linus, vielen Dank für dein Kommentar und Feedback bzgl. Jedermannsrecht. Grundsätzlich sollte man natürlich wenn möglich den Grundbesitzer fragen bzw. geeignete Plätze ansteuern, die schon getestet wurden (Campingführer, Foren, Blogs), dann bekommt man sicherlich keine Probleme! Lg Martina